15: 1748/49 (63-64)
Urheber des Exemplares:
Hudson, Thomas (1701-1779)
eingetragene Signierung:
links vom Tischfuß: "THudson. Pinxit. / 1749" sowie Inschrift auf dem Papier auf
dem Tisch: "[ME]SSIAH / AN / [OR]ATORIO"
Beschreibung / weitere Eintragungen
dreiviertel Länge, sitzend, Kopf etwas gedreht, nach rechts schauend, rechte Hand
an der Hüfte, linke Hand ruht auf einem auf dem Tisch liegenden Buch, Papierblätter haltend; Papier
auf dem Tisch mit der Aufschrift "MESSIAH AN ORATORIO", allerdings nur einen Teil des Titelblattes
zeigend; Perücke, lange Krawatte, weiße Rüschen um die Handgelenke, Weste mit fünf sichtbaren
Silberknöpfen; mit zweireihig geflochtener Borte verziehrter Rock, ebenso an den Ärmeln, am Kragen
einreihige Borte; auf der inneren Borte Silberköpfe (21 sichtbar), die äußere mit
Silberblattornamentation
Art u. Material : HxB cm:
Öl auf Leinwand : 121 x 100,5
Entstehungszeit:
1748/49
Bemerkung:
Thomas Hudson war besonders wegen der Wiedergabetreue seiner Porträts berühmt.
Dieses ist das representativste Händel-Porträt, es zeigt ihn in staatsmännischer Pose mit seiner
Partitur seines berühmtesten Werkes, dem
Messiah. - Chrysander, AMZ 1869, S. 126-127: "
Händels Original-Porträt von Hudson verkaufte ich dieser Tage, im Auftrag des Besitzers, des
Herrn Dr. med. Senfff in Calbe a. d. Saale, an Hamburger Kunstfreunde für die Summe von vierhundert
Thalern... Die ... Musikfreunde hegen ... die Absicht, dasselbe durch gemeinsame freiwillige
Beiträge für Hamburg zu acquiriren und mit der Sammlung der Händel'schen Handexemplare als
städtisches Eigenthum zu vereinigen..."
Literatur u. Abb.:
Simon, S. 43-44 ; Kerslake, S. 120-132 ; Chrysander, F.: Händels Originalporträt
von Hudson. - In: AMZ 4(1869), S. 126-127 ; Förstemann, K. E.: Georg Friedrich Händels Stammbaum. -
Leipzig, 1844, S. 12 ; Smith 3, 28 ; Händel und Hamburg : Ausstellung anläßlich des 300.
Geburtstages von Georg Friedrich Händel ; Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von
Ossietzky 15. Mai bis 29. Juni 1985 / [hrsg. von Hans Joachim Marx ...]. - Hamburg : Karl Dieter
Wagner, 1985. - Abb. Umschlag, S. 166-168
Provenienz:
Händel soll das Gemälde bei seinem Besuch seiner Verwandten in Halle 1750 dorthin mitgenommen
haben. F. Chrysander entdeckte das Porträt bei einem Nachkommen (Dr. med. Senff in Calbe a. d.
Saale), in dessen Auftrag er es 1869 an Hamburger Kunstfreunde für 400 Thaler verkaufte. 1875
schenkten es diese der Hamburger Bibliothek.
Besitzer:
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg