BIOGRAPHISCHE STATIONEN: HAMBURG

1703
Im Frühjahr, frühestens im April, verläßt Händel Halle und geht nach Hamburg. Er wird Geiger, dann Cembalist an der Oper am Gänsemarkt und erteilt Musikunterricht. Anscheinend Komposition überwiegend von Kammermusik.
Händels sechs Triosonaten (HWV 380-385), die in der Besetzung mit zwei Oboen und Basso continuo überliefert sind und seit Burney auf die Zeit von 1694 bis etwa 1696 datiert werden, mögen hier oder vielleicht auch noch in Halle, unter dem Einfluß von Michael und Johann Georg Hyntzsch und deren Oboistentruppe, komponiert worden sein.

9. Juli: Auf der Orgelempore der Hamburger Magdalenenkirche trifft Händel zum erstenmal mit Johann Mattheson zusammen.

17. August: Händel und Mattheson reisen nach Lübeck zu Dietrich Buxtehude, der dort seit 1668 Organist an St. Marien war. (Vgl. Mattheson, Ehrenpforte, S. 94)

1704
17. Februar: Aufführung der Johannes-Passion am Karfreitag in Hamburg. Zur Frage der Echtheit dieses Werkes vgl. E. D. Rendall, K. G. Fellerer, W. Braun und H. J. Marx.

18. März: Brief an Johann Mattheson.

5. Dezember: Duell zwischen Händel und Mattheson vor dem Theater am Gänsemarkt, veranlaßt durch Händels Weigerung, Mattheson nach seinem Auftritt auf der Bühne während einer Aufführung seiner Oper “Die unglückliche Cleopatra” den Platz am Cembalo einzuräumen.

30. Dezember: Nach der Versöhnung mit Mattheson gemeinsamer Besuch einer Probe von “Almira”, Händels erster Oper.

1705
8. Januar: Erste Aufführung von Händels “Almira” (HWV 1) im Theater am Gänsemarkt in Hamburg.  Etwa 20 Aufführungen.
Weitere Aufführungen: Hamburg, 7. Februar 1732, mit vielleicht nur einer Wiederholung (Deutsch, S. 281).

25. Februar: Aufführung des “Nero” (HWV 2), Händels zweiter Oper, in Hamburg. Die Partitur ist verloren, über die Besetzung ist nichts bekannt. Wiederholungen: 26. und vielleicht auch 27. Februar 1705.


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Georg Friedrich Händel