Die weltweite Renaissance der Musik Georg Friedrich Händels ging spätestens seit Anfang des
19. Jahrhunderts zunehmend auch von seiner Geburtsstadt Halle an der Saaleaus. Hier wurde er im
Jahre 1685 geboren und erfuhr durch die Atmosphäre dieser Stadt und durch eine gründliche
Ausbildung nachhaltige Prägung. Seit 1803 werden hier in ungebrochener Tradition regelmäßig seine
großen Musikwerke aufgeführt. Im Jahre 1859 wurde ihm zu Ehren ein Denkmal auf dem Marktplatz
errichtet, 1922 das erste große Händel-Fest veranstaltet.
Die Stadt richtete im Geburtshaus ihres großen Sohnes, dem heutigen Händel-Haus, eine
Gedenkstätte und ein Musikmuseum ein, das seit 1952 jährlich Händel-Festspiele veranstaltet.
Hier arbeitet auch das Sekretariat der Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft (internationale
Vereinigung) sowie die Redaktion der Hallischen Händel-Ausgabe (Gesamtausgabe der Werke Händels).
Darüber hinaus fühlen sich in Halle weitere Institutionen dem Erbe verpflichtet. Besonders
hervorzuheben wäre das OPERNHAUS HALLE, das seit 1922 regelmäßig, seit 1952 jährlich Händel-Opern
neu inszeniert.
Wesentlich an der Händel-Pflege in Halle beteiligt sind auch das Staatliche Philharmonische
Orchester sowie die Robert-Franz-Singakademie, der Stadtsingechor, dasKonservatorium Georg
Friedrich Händel mit seiner Singeschule (Kinderchor der Stadt Halle), die Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg mit ihren Musikinstituten und Musikensembles sowie die Evangelische Hochschule für
Kirchenmusik u. a.
Wertvolle Aktivitäten gehen vom Verein Händels Neue Generation e. V. aus, der u. a. im Rahmen
der Hallischen Händel-Festspiele jährlich den Internationalen Händel-Wettbewerb durchführt.
Zu einer Tradition mit zunehmendem Zuspruch hat sich auch die alljährliche
Veranstaltungsfolge “Happy Birthday Händel” entwickelt.


